“Der gespickte Sarg” | Damien Drechsler ermittelt, Buch 1 | Krimi

Die französische Version “Le cercueil farci” gewann den französischen Schwulenkrimipreis 2019 (Prix du roman policier / Prix du roman gay 2019)!

Damien Drechsler hat gerade mit seinem Freund Schluss gemacht und braucht dringend Urlaub. Das griechische Dörfchen Levkos scheint dafür der ideale Ort zu sein – verschlafen, sonnig, ländlich idyllisch, mit einsamen Stränden und kleinen Bars, wo man seine Sorgen ertränken kann.

Aber am ersten Abend lernt Damien Nikos kennen, einen flotten, jungen Mann, der sein Herz sofort schneller schlagen lässt. Dann wird er beinahe von einem waghalsigen Autofahrer überfahren. Am nächsten Morgen erfährt er, dass ein alter Mann nur wenige Minuten nach seinem eigenen Missgeschick in einem verdächtigen Autounfall ums Leben gekommen ist.

Von da an scheint irgendwie alles schief zu gehen. Ein gut bestückter FKK-Fan versucht, ihn zu verführen; ein fescher Kerl löst ein Missverständnis mit weitreichenden Konsequenzen aus; und last but not least beginnt Damien, sich langsam in Nikos zu verlieben. Es kommt noch schlimmer. Eine Urlauberin wird tot im Schwimmbecken aufgefunden, obwohl sie sich am Vortag bester Gesundheit erfreute. Noch ein Unfall? Oder könnte es sich… um Mord handeln?

Neugierig versucht Damien, die eigenartigen Rätsel zu lösen, über die er hier gestolpert ist. Er hat jedoch weder mit einem streitsüchtigen Kommissar gerechnet, noch mit dem unerwarteten Verschwinden einer Reisebegleiterin, noch damit, dass Nikos ihm genau in dem Moment den Laufpass gibt, als er erneut Hoffnung schöpft. Plötzlich hat er mehr Fragen als Antworten… Könnte es sein, dass die Phrase „sie lebten glücklich bis ans Ende ihres Lebens“ nur in Märchen existiert?

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“Waldheimat” | 1. Band – “Das Waldbauernbübel
”
Peter Rosegger
(Kommentiert von Dieter Moitzi)

Eine entlegene, fast schon isolierte Anhöhe in den österreichischen Alpen in den 1850er-Jahre. Der kleine Peter, den jedermann nur Peterl oder den Walbauernbub nennt, wächst auf dem Bergbauernhof seiner Familie auf. Er ist das älteste von acht Kindern. Sein fleißiger, schweigsamer Vater, »ein stilles, ernstes Wesen«, behandelt ihn mit milder Strenge und zieht ihn schon in seinen jungen Jahren zu diversen Arbeiten am elterlichen Hof heran. Seine Mutter hingegen hat »nichts als Liebe« und unterstützt seine grenzenlose Neugierde und seinen Lerneifer.

Das Leben des kleinen Peterl spielt sich in einem märchenhaften, sorglosen Paradies ab. Zumeist durchstreift er die riesigen Tannen-, Fichten- und Föhrenwälder, steigt zu den Almen hinauf, läuft in den duftenden Wiesen herum, hütet Kühe und Ziegen. Er trifft aber auch auf zahlreiche sonderbare Gestalten wie zum Beispiel die blinde Einlegerin Jula, den »Federlschneider« Justus Alland, den Wilderer Toni, der ein schlimmes Ende nimmt, die Kramerthresel oder die gottlosen fremden Holzknechte. Die Geschichten rund um den alten Kachelofen in der elterlichen Stube regen zum Lächeln an, genauso wie die skurrile Tradition des fahrenden Zechens oder Peters Ehrenamt als Geschichtenerzähler für seine jüngeren Geschwister. Man zittert mit dem kleinen Buben mit, der sich in der Christnacht im dunklen Wald verläuft; man zappelt ungeduldig an seiner Seite, während er auf das Schloss, das endlich seine Schätze versperren soll, oder auf das versprochene und heiß ersehnte Taschenmesser wartet; man wischt sich eine Träne vom Auge, wenn er den Tod eines Ahnen oder die letzten Atemzüge eines Nachbarn schildert.

Die »Waldheimat« ist das autobiografische Hauptwerk des österreichischen Schriftsteller Peter Rosegger (1843-1918). Es zählt zu den großen Klassikern der österreichischen Literatur, in einer Reihe mit den Schriften Stefan Zweigs, Joseph Roths, Robert Musils et vieler anderer zu nennen. Leider ist es heute aber ein wenig in Vergessenheit geraten.

In dieser Ausgabe wird der Text den LeserInnen in einer neuen, kommentierten Version zugänglich gemacht und bringt eine zweifach verschwundene Welt wieder zurück: jene der Kleinbauern des 19. Jahrhunderts sowie jene der unschuldigen, glücklichen Kindheitstage. Ein klassisches Meisterwerk, das kindliche Arglosigkeit mit sanfter Nostalgie, Humor und großer Poesie vermengt und dank der Feder eines großen Schriftstellers ein verschollenes Paradies wieder aufleben lässt.

“Kleine Portionen” | Kurzgeschichten

„Kleine Portionen“ ist eine Geschichte, die in … kleinen Portionen serviert wird. In genau 111 kurzen Kapiteln – und einem Rezept. Um die vielfältigen Facetten des modernen Lebens zu sondieren, hat der Autor die literarische Form der Vignette gewählt; es handelt sich dabei um kurze, impressionistische Szenen, die sich auf eine Momentaufnahme oder die pointierte Beschreibung eines Charakters, einer Idee, einer Einstellung, eines Objekts konzentrieren.

Dieter Moitzi erzählt seine eigene Geschichte in ergreifenden Szenen, die sich von einem Schnappschuss seiner Taufe in den frühen 70er Jahren bis hin zum Tod seines Vaters bei einem Skiunfall Anfang der 2000er Jahre erstrecken. Er schreibt über die vielen kleinen Dinge, die ein Leben ausmachen – sein Leben. Er erinnert sich an den schmerzhaften Prozess seines Coming Out, plaudert in lustigen Details über die ersten Begegnungen und Liebesgeschichten während seiner sorglosen Zwanziger, geht mit analytischer Distanz auf Aspekte und Wendepunkte langjähriger Beziehungen ein. Er nimmt Sie an der Hand und führt Sie durch die Straßen von Paris, die Stadt, in der er lebt. Er schreibt über Essen und Internet und seine Reiseerlebnisse in Griechenland, Marokko, Wien, Tunesien, London … 

Dem Autor gelingt es in wenigen, sorgfältig gewählten, manchmal poetischen, manchmal unverblümten Worten, aber immer mit einer gehörigen Portion trockenen und selbstironischen Humors, mit jeder Geschichte ein kleines Universum zu erschaffen. Jedes Kapitel steht für sich allein, doch wenn man sie miteinander verbindet, nimmt eine andere Geschichte Form an. Die Geschichte eines Lebens, die Skizze einer Person, der Spiegel einer Zeit. Unserer Zeit.

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