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“Ordinary Whore” is on Blog Tour!

Yep, exciting news—starting today, Feb. 24, I’m on a Book Blast Blog Tour with my new novel “Ordinary Whore”, with book presentations, reviews, and another excerpt. If you want to read the first two excerpts I’ve already posted elsewhere, you can find one on this site, the second (in French and English) on the Club Littéraire du Marais website. You can also listen to the “Ordinary Whore” Playlist on this site.

I’ll share the different blogs and sites who talk about my book below and will daily update the list. Please don’t hesitate to visit the different websites and blogs!

“Album de famille”… ouvert et aimé

J’ai beaucoup aimé l’univers dans lequel m’a entraîné Stéphan Sanchez. Bien sûr, comme à chaque fois qu’un roman est proposé à la première personne et que l’on retrouve des similitudes avec l’auteur(e), je me suis posé la question si c’était une histoire autobiographique, mais très vite, ce questionnement est passé à l’arrière-plan, car il importe peu, au final. Ce qui importe, c’est que cette histoire m’a captivé, m’a fait oublier le temps présent, m’a fait entrer dans la vie de quelqu’un d’autre, quelqu’un qui, malgré ses actions et réactions assez loin de ma propre façon de faire ou de voir, m’a semblé si familier. En plus, la façon simple et directe de l’écriture m’a donné l’impression d’écouter un ami qui me raconte, de vive voix et avec des mots quand même choisis avec soin, une petite anecdote.

Pour découvrir tout mon compte-rendu de ce livre, rendez-vous sur http://livresgay.fr/album-de-famille-de-parisdude

Critique de “Les Sagoens” sur livresgay…

Des notes au fil de l’eau, parfois sur le fil, filantes comme les étoiles du même nom, mais immensément divertissantes. Un certain effet de sfumato, de flou artistique alterne avec des descriptions que l’on croit d’abord anodines, mais d’une précision obsessionnelle. On retrouve bon nombre de ses notes préparatoires dans la deuxième partie…

“Les Sagoens”, roman en deux parties – à lire absolument!

Mais lisez d’abord mon compte-rendu 🙂

http://livresgay.fr/les-sagoens-de-parisdude

“Cordons” de Gabriel Kevlec lu et présenté

Ce qui distingue un vulgaire énième rabâchage d’une trame ancienne comme le monde d’un ouvrage foncièrement captivant, c’est la façon de laquelle cette trame est présentée. Je dois dire que Gabriel Kevlec m’a happé dès les premières pages de ce livre et ne m’a relâché qu’au dernier point final. Le livre est vraiment très, très bien écrit, le langage employé y joue un rôle presque aussi important que les deux protagonistes…

Découvrez le reste de mon compte-rendu sur

http://livresgay.fr/cordons-de-parisdude

Auszug “Eine ganz normale Hure”

“Eine ganz normale Hure”
Roman
Dieter Moitzi

Das tiefschwarze Wasser nimmt mich wie einen alten Freund auf. Es fühlt sich warm und gemütlich an.

Danach sitze ich am Strand und zittere vor Kälte, während der leichte Wind meine Haut trocknet. Wie lebendig und friedlich ich mich dabei fühle!

Meine Zähne klappern so sehr, dass ich nicht höre, wie diskrete Schritte über den Sand gleiten. Ich springe erschrocken auf, als mir jemand ein Badetuch auf die Schultern legt.

Rachid, der junge Mann, den ich vor einigen Stunden eingestellt habe, steht hinter mir. Er ist weiß gekleidet. „Es tut mir leid! Ich wollte Sie nicht erschrecken. Aber ich habe gesehen, wie Sie zitterten, also dachte ich, Sie bräuchten vielleicht das hier“, sagt er verlegen. Er hebt das Badetuch wieder auf, das heruntergerutscht ist, als ich aufgesprungen bin. Er drapiert es über meinen Oberkörper und reibt meine Arme.

Ich trete einen Schritt zurück und starre ihn benommen an. „Ist schon in Ordnung“, sage ich schließlich. „Du hast mich erschreckt. Aber jetzt ist alles in Ordnung. Und danke für das Badetuch.“ Ich lassen mich wieder auf den Boden fallen.

Rachid sieht mich an und weiß nicht, was er tun soll.

„Komm schon“, ich klopfe auf den Sand. „Setz dich her.“

„Ich dachte, Sie wollten alleine sein.“

„Selbst wenn du dableibst, fühle ich mich allein“, murmle ich. Dann lauter: „Ich hab nichts gegen ein bisschen Gesellschaft einzuwenden. Komm schon, setz dich.“

Er gehorcht.

Wir blicken in die Ferne, wo über dem Meer das schwache Morgenlicht fast unmerklich zunimmt. Eine angenehme Stille legt sich zwischen uns.

Er bricht sie nach einem Moment. „Ihnen ist immer noch kalt“, flüstert er. „Wollen Sie sich nicht was anziehen?“

„Meine Klamotten sind in meinem Zimmer“, flüstere ich zurück und achte darauf, die Magie der frühen Stunde nicht zu zerstören.

Rachid denkt darüber nach. „Wollen Sie, dass wir… miteinander schlafen?“, fragt er. „Dadurch würde Ihnen wärmer werden.“

Fassungslos starre ich ihn an. Dann dämmert es mir. Genau das soll er natürlich vorschlagen. „Nein“, sage ich. „Nein, ich will nicht… wie hast du es genannt? Mit dir schlafen? Nein, ganz sicher nicht.“ Ich lächle. „Trotzdem danke.“

„Sie sollten nicht hierbleiben“, murmelt Rachid. Er beginnt, mit einer Hand im Sand herumzugraben, und hebt sie dann hoch. Die feinen Körner laufen sanft zwischen seinen schlanken, gebräunten Fingern hinunter.

„Was?“, frage ich. Eine Sekunde lang glaube ich, dass das schon wieder eine der sonderbaren Warnungen ist, die ich erhalten habe.

„Sie sollten nicht hierbleiben. Sie werden sich erkälten“, erklärt er.

„Hm“, sage ich. „Komm her.“ Ich ziehe ihn näher. „Leg deinen Arm um mich. Das wird mich wärmen.“

Er kuschelt sich an mich und legt seinen Arm um mich. Ich spüre seine Körperwärme, seinen Atem an meinem Hals. Die Umarmung fühlt sich gut an, fast mütterlich.

„Sir?“, meint Rachid. „Ich habe mich gefragt…“

„Nenn mich Marc. Was denn?“

„Ach, nein. Das kann ich Sie nicht fragen.“

„Doch. Bloß keine Angst.“

„Aber… Sie sind mein Chef.“

„Guter Gott, nein! Michele ist dein Chef. Vielleicht glaubst du, dass ich in der Nahrungskette etwas weiter oben sitze, aber das ist meiner Meinung nach nicht der Fall. Wir sind irgendwie Kollegen. Also schieß los.“

Er denkt nach. Dann: „Ich dachte, Sie wären Madame Di Forzones… Ehemann?“

Nur mit großer Mühe gelingt es mir, nicht schallend aufzulachen. „Überhaupt nicht! Sie bezahlt mich für meine… ähm, Dienstleistungen. Genauso, wie du bezahlt wirst, verstehst du?“

„Wirklich? Aber so, wie Sie aussehen, müssen Sie doch nicht… ich meine, warum tun Sie das?“

„Du brauchst Geld zum Leben. Ich auch.“

„Aber… aber Sie sind Franzose. Sicherlich gibt es in Frankreich andere Jobs für Sie.“ Rachid schüttelt ungläubig den Kopf.

„Sicher, ja. Aber mein Job passt mir.“

„Wie sind Sie… in das alles hineingestolpert?“

„Zufall. Das Leben. Ich hatte die Qual der Wahl: Hure oder Verbrecher oder Politiker. Was sowieso mehr oder weniger das gleiche ist. Mein Vater war Politiker, weißt du, und ich wollte nie so werden wie er.“

„Ah. Okay. Ich verstehe“, lügt Rachid. Er starrt mich an, ein verletzlicher junger Mann, der dreinsieht wie Kate Bushs Man with the Child in his Eyes.

„Hey“, schlage ich vor. „Lass uns schwimmen gehen, ja?“ Ich springe wieder auf. Das Badetuch rutscht wie ein Schleier zu Boden. Alles ist besser als mein Schicksal zu besprechen. Schlimmer noch, Rachid hat mir seine unversehrte, unschuldige Seite gezeigt. Ich habe keine Lust, von seinen verletzlichen Augen, seinen tiefsinnigen Fragen berührt zu werden. „Komm schon.“ Ich helfe ihm auf. „Und zieh das aus!“ Ich zerre spielerisch an seinen Klamotten.

Rachid entkleidet sich. Sein entzückender junger Körper glänzt im frühen Licht der Morgendämmerung. Er grinst mich an.

Ich klopfe ihm auf den Hintern und laufe dann weg.

„Das wirst du mir teuer bezahlen!“, schreit er grinsend und läuft mir nach.

Wir stürzen uns in die sanften Wellen, beide wunderbar nackt, und wir quietschen und plätschern, zwei verspielte Kinder, zwei vom Leben noch unberührte und unbeschmutzte Knaben, während die Sonne am Horizont aufgeht.

Marcs Playlist zum Anhören

Playlist “Ordinary Whore | “Putain Ordinaire” | “Eine ganz normale Hure”

Marc Laforge, main character of my new novel “Ordinary Whore”, has a thing for music. Just as I have. That’s why there’s quite a lot of music in the novel, and I thought you light want to check out which songs and tunes Marc is listening to… Here you are.

Marc Laforge, le protagoniste de mon nouveau roman “Putain Ordinaire”, a un truc avec la musique. Juste comme moi. C’est la raison pour laquelle il y a beaucoup de morceaux musicaux dans le livre, et je me suis dit que ça vous amuserait peut-être d’écouter cette espèce de B.O. de Marc… La voici donc.

Marc Laforge, die Hauptfigur in meinem neuen Roman “Eine ganz normale Hure”, hat was mit Musik. Genau so wie ich. Deshalb kommt Musik in dem Buch auch so oft vor, und ich hab mir gedacht, dass es euch vielleicht interessiert, was Marc sich so anhört… Hier also die Playliste.

Mon interview avec Pou

“Pou est une structure souple, qui bouge et s’adapte en fonction des envies. Le collectif n’existe que pour faire vivre des projets liés à la création littéraire. Nous essayons de ne pas trop individualiser ce que nous faisons, on aime beaucoup la notion de collectif. Pou n’est ni une asso, encore en moins une entreprise”, disent les gars de Pou.

Retrouvez le reste de mon interview sur http://livresgay.fr/interview-avec-pou et sur https://literarymarais.com/news/dcouvrez-le-collectif-pou-et-leurs-histoires-pdes

Nouvelle critique: “Stasis”, de Florian von B.

Flo, jeune Roumain trentenaire parfaitement trilingue, travaille comme journaliste et traducteur à Bucarest. Il est gay mais vit son homosexualité de façon très discrète – son pays n’est pas vraiment connu pour son ouverture d’esprit vis-à-vis de la communauté LGBTQ+, après tout, bien au contraire…

Retrouvez toute la critique sur

http://livresgay.fr/stasis

Preview “ordinary whore”—excerpt

ordinary whore
novel
Dieter Moitzi

The still black water accepts me like an old friend. It feels warm and cosy.

Afterwards, I sit on the beach, shaking with cold while the scarce wind dries my skin. How alive and peaceful that makes me feel! 

My teeth clatter so much that I don’t hear the discrete footsteps in the sand. I leap up with a start when someone drapes a bath towel over my shoulders.

Rachid, the young man I recruited some hours ago, stands behind me. He is dressed in white. 

“Sorry! I didn’t mean to frighten you. But I saw you shivering, so I thought you might need this,” he says sheepishly. He picks up the towel, which has slipped down when I jumped to my feet. He drapes it over me again and rubs my arms.

I step back to look at him, dazed. “It’s all right,” I finally say. “You did frighten me. But it’s all right now. And thank you for the towel.” I let myself fall down on the ground again.

Rachid looks at me, not knowing what to do.

“Come on,” I pat the sand beside me. “Sit down.”

“I thought you wanted to be alone.”

“Even if you stay with me, I’ll feel alone,” I murmur. Then, louder, “I don’t mind your company. Come on, sit.”

He obeys. 

We gaze into the distance above the sea where the faint morning light increases almost imperceptibly. A comfortable silence settles down between us. 

He breaks it after a moment. “You’re still cold,” he whispers. “Don’t you want to get dressed?”

“My clothes are in my room,” I whisper back, careful not to destroy the magic of the early hour.

Rachid considers this. “Do you want us to… to make love?” he asks. “It will warm you.”

Caught unawares, I stare at him. Then it dawns on me. Of course, this is what he is meant to propose. “No,” I say. “No, I don’t want to… how did you call it? Make love? No, definitely, no.” I smile. “Thank you, though.”

“You shouldn’t stay here,” Rachid murmurs. He starts to dig one hand into the sand, then lifts it. The fine grains run smoothly down between his slender, tanned fingers.

“What?” I ask. For a second, I believe this is another of the strange warnings I’ve been getting.

“You shouldn’t stay here. You’ll catch a cold,” he explains.

“Hm,” I say. “Come here.” I pull him closer. “Put your arm around me. That’ll warm me.”

He snuggles up and wraps his arm around me. I sense his body heat, his breath on my neck. The hug feels good, almost motherly.

“Sir?” Rachid asks. “I was wondering…”

“Call me Marc. What is it?”

“Oh, no. I can’t ask you that.”

“Yes, you can. Don’t be afraid.”

“But… you’re my boss.”

“Good Lord, no! Michele is your boss. Maybe you consider me a bit higher up in the food chain, but I don’t think I am. We’re colleagues, somehow. So, go ahead, shoot.”

He ponders this. Then, “I thought you were Madame Di Forzone’s… husband?”

I stifle a laugh. “Not at all! She pays me for my… uhm, services. Just like you’ll get paid, you see?”

“Really? But with your looks, you don’t need… I mean, why do you do it?”

“You need money to live. I do, too.”

“But… but you’re French. Surely there are other jobs for you in France.” Rachid shakes his head, unbelieving.

“Surely, yes. But this suits me.” 

“How did you… get involved in all this?” 

“Chance. Life. I had the choice: whore, or criminal, or politician. Which is more or less the same anyway. My father was a politician, you know, and I never wanted to become like him.”

“Okay. I see,” Rachid lies. He gazes at me, a vulnerable young guy who looks like Kate Bush’s Man with the Child in His Eyes.

“Hey,” I propose. “Let’s go for a swim, shall we?” I jump up again. The towel slides to the ground like a veil. Anything is better than to discuss my lot. Worse, Rachid has shown me the unharmed, innocent part of him. I don’t want to be touched by his vulnerable eyes, his pertinent questions. “Come on.” I help him stand up. “And get out of these!” I playfully tug at his clothes.

Rachid undresses. His delightful young body glistens in the dawn’s early light. He smirks at me. 

I slap him on his buttocks, then run.

“You’ll pay for this!” he shouts, grinning, and runs after me.

We race into the balmy waves, gloriously naked, shrieking, splattering, two playful kids, two boys unspoiled and unsullied by life, while the sun comes up behind the horizon.